Beschreibungen zu den Workshopinhalten sowie Voraussetzungen zur Teilnahme:

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WS 1
Von der kognitiven zur transpersonalen Wende

Verhaltenstherapie bei spirituellen Krisen

 

Harald Piron

 

Die Verhaltenstherapie hat seit den 50er Jahren bis heute einige Phasen durchlaufen. Zu Beginn war sie noch ganz dem Behaviorismus verpflichtet. Der Mensch war eine „black box, in der Konditionierungen stattfanden. In den 60er Jahren wurde dieses sehr simple mechanistische Menschenbild um die Dimension der Kognitionen erweitert. Emotionen und Verhaltensweisen wurden jetzt nicht mehr ausschließlich als reflexartige Mechanismen betrachtet, sondern im Kontext der kognitiven Dynamik verstanden. Demnach reagieren wir nicht einfach auf die Situationen und Ereignisse an sich, sondern vielmehr auf unsere Meinungen, Überzeugungen und Bewertungen in Bezug auf diese äußeren Dinge. Seit dieser kognitiven Wende, die durch Ellis, Beck, Lazarus und Meichenbaum begründet wurde, hat sich die VT beständig weiterentwickelt. Obwohl die transpersonale Psychologie von Verhaltenstherapeuten nie eine große Anerkennung oder Berücksichtigung fand, konnte doch das erstmalig von Jon Kabat-Zinn eingeführte Konzept der Achtsamkeit in der Verhaltenstherapie Fuß fassen. In der DBT von Linehan zur Behandlung von Borderline-Störungen und in der MBCT von Segal, Williams und Teasdale zur Rückfallprophylaxe bei Depressionen wird von einer Dimension ausgegangen, die nicht mit der kognitiven Ebene identisch ist bzw. nicht auf Kognitionen reduziert werden kann. Dieser Schritt wurde jedoch in der Modellbildung der VT noch nicht vollzogen.

 

In diesem Workshop soll eine Modellerweiterung der VT vorgenommen werden, in der die Dimension des Bewusstseins als fünfte, bisher ignorierte Dimension Berücksichtigung findet. Ein speziell für spirituelle Krisen ausgearbeiteter verhaltenstherapeutischer Ansatz wird den überwiegenden Teil des Workshops ausfüllen. Anhand von Modellen, angeleiteten Übungen und Fallbeispielen kann der Transformations- und Wachstumsprozess bei verschiedenen Arten von spirituellen Krisen gut verständlich nachvollzogen werden. Am Ende besteht die Möglichkeit für Austausch und Diskussion.

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WS 2
Rückführungen in frühere Leben

Reihe das andere Weltbild

 

Inga Bucolo-Trappen

 

Möchten Sie wissen, ob, wann und wo sie vielleicht schon einmal gelebt haben? Interessiert es Sie, ob Sie noch andere, ungeahnte Fähigkeiten haben, die Sie eventuell in einem früheren Leben schon besaßen oder ob es eine karmische Erklärung für ihren heutigen Beruf gibt?

Oder sind Sie einfach dem Thema gegenüber offen und wollen sich das mal anschauen?

In einer kleinen Gruppe von max. 8 Teilnehmern besteht die Möglichkeit, mit Hilfe von Trancetechniken eine Rückführung in ein früheres Leben als Selbsterfahrung zu erleben. Es werden allgemeine Informationen zum Thema gegeben, als auch Visualisierungsübungen in der Gruppe durchgeführt. 1-2 TeilnehmerInnen können selbst erfahren, wie sich eine Rückführung anfühlt, welches Leben sich zeigt und welche eventuellen Verbindungen zum heutigen Leben bestehen. Auf Wunsch der Gruppe kann auch eine Gruppenrückführung zu einem bestimmten Thema oder einer bestimmten Fragestellung durchgeführt werden. Dieser Rückführungsworkshop ist weder an religiösen, politischen, ethischen noch weltanschaulichen Gesichtspunkten orientiert, sondern offen für jeden.

 

Voraussetzungen: Es sollten sich möglichst TeilnehmerInnen angesprochen fühlen, die noch keine Rückführung gemacht haben und einfach neugierig sind.

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WS 3
Das Transzendenz – Training

Eine neue Grundlegung psychotherapeutischen, medizinischen, pädagogischen, beraterischen und heilenden Handelns

 

Wilfried Belschner

 

Im professionellen Kontext von Beratung und Therapie nutzen wir – möglichst gewollt - unterscheidbare Bewusstseinszustände: (1) wir verhandeln logisch und rational („algorithmische Präsenz), (2) wir stellen uns empathisch auf andere Menschen ein („empathische Präsenz), (3) wir befinden uns in Resonanz mit etwas, das über uns hinausweist, in das wir untrennbar eingebettet sind und aus dem wir („alles) hervorgehen („nonduale Präsenz). Zum professionellen Handwerkszeug gehören somit zwei zentrale Kompetenzen:

- die drei genannten Bewusstseinszustände unterscheiden zu können. Dabei ist festzustellen, dass in den bisherigen (psychologischen, pädagogischen, medizinischen usw.) Ausbildungen die nonduale Präsenz vernachlässigt wird. Gerade dieser Modus der Präsenz ist jedoch für Gesundungs- und Heilungsprozesse von ausschlaggebender Bedeutung;

- zwischen diesen drei Bewusstseinszuständen navigieren („modulieren) zu können. Gemeint ist damit, den jeweils aktuellen Bewusstseinszustand situationsangemessen transzendieren zu können.

Die Forschungsergebnisse belegen die Vorteile, über diese beiden grundlegenden Kompetenzen als professionelles Handwerkszeug zu verfügen. Im Transzendenz-Training wird – schulenübergreifend - in diese beiden Kompetenzen eingeführt.

 

Der Workshop wird aus zwei Abschnitten bestehen:

Im ersten Abschnitt werden das Modell des Transzendenz-Trainings und die zugrundeliegende Theorie vorgestellt. Die TeilnehmerInnen erhalten dazu vorab ein Skript.

Im zweiten Abschnitt wird an Hand des Moduls trans 1 die Vorgehensweise veranschaulicht. Im Selbsterfahrungsprozess werden sukzessive alle drei Bewusstseinszustände angesprochen und es wird ein eigenes Transzendenz-Hindernis untersucht.

 

Voraussetzungen: Bereitschaft zur Mitarbeit in einem Selbsterfahrungsprozess. Der Workshop ist auf 12 Personen begrenzt.

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WS 4
Was ist Qi? Qi, Qigong und das psychophysische Problem

 

Wolfgang Fach

 

Qi spielt in der chinesischen Philosophie, Medizin und den Kampfkünsten eine zentrale Rolle. „Qigong ist der Oberbegriff für alle Praktiken, die der Kultivierung des Qi dienen. Qi wird nicht mittels der äußeren Sinne wahrgenommen, sondern am eigenen Leib gespürt. Dieser ist weder identisch mit unserem physischen Körper noch mit dem kognitiven Schema, das wir von ihm haben. In einem kartesischen Dualismus, der den Menschen in Körper und Seele aufspaltet, ist Qi nicht zu fassen. In diesem Workshop möchte ich Qi phänomenologisch erfahr- und verstehbar machen. Über praktische Erfahrungen mit Qigong hinaus möchte ich einen theoretischen Rahmen vorstellen, der auf dem Pauli-Jung-Dialog und der Weak-Quantum-Theory basiert und Qi als nichtlokales Verschränkungsphänomen begreift.      

TeilnehmerInnen: 10-18 Personen

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WS 5
Allgemein- und individuell-
(quanten-)psychologische Metaphorik der Bewusstseinserleuchtung

 

Renaud van Quekelberghe

 

Im ersten Teil werden uralte und moderne (quantenphysikalische) Metaphern der spirituellen Bewusstseinsentdeckung überblicksartig dargelegt bzw. kurz erläutert. Insbesondere werden bewährte, aber immer noch "seltsame" Quantenmetaphern (z.B. Superposition, Nicht-Lokalität, Probabilitätswellen) in Bezug auf ihre mögliche Relevanz für die Bewusstseinsentdeckung thematisiert. Im zweiten Teil vom "Wirkkreis" ("Workshop") sollten individuell-spezifische Erleuchtungsprozeduren bzw. ihre Leitmetaphorik in einer möglichst entspannten und kreativen Gruppenatmosphäre ausgetauscht werden.

Voraussetzungen: Die Teilnehmerzahl ist auf N = 12 begrenzt.

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WS 6
Archetypen der Bewegung

 

Gertrud H.-Meitzner

 

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit sechs „Archetypen der Bewegung, die aus der Erforschung der Bewegungskünste der griechischen Antike stammen. Sie sind gekennzeichnet durch ihre eindeutige Dynamik und ihren eindeutigen Bewegungscharakter, innerhalb dessen sie dem Einzelnen Raum zur individuellen Gestaltung lassen. Von klein auf sind sie uns vertraut, weil sie unsere Möglichkeiten fassen, uns zu bewegen und uns selbst zum Ausdruck zu bringen. Der erste Bewegungscharakter zum Beispiel beinhaltet „zielgerichtet, entschieden, geradlinig,…. In Experiment und Übung kann jeder seine Beziehung zum jeweiligen Charakter erkunden und zugleich seine persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten und seine Wahrnehmung erweitern. Wir wenden uns unserem Körperwissen zu, indem wir uns in bekannte und unbekannte Bewegung einspielen. So kommen wir eigenen Einstellungen auf die Spur, die unsere Ausdruckslebendigkeit fördern oder hemmen. Die Chance dieser Arbeit liegt darin, sich seiner selbst bewusst zu werden und sich zum Ausdruck zu bringen. Damit ist sie von Bedeutung für Kommunikation und zwischenmenschliche Begegnung.

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WS 7
Die Quellen des Lebens: Energiefeldtherapie

Reihe das andere Weltbild

 

Walter Niesel

 

Die Energiefeldtherapie stellt einen faszinierenden Ansatz dar. Sie geht davon aus, dass unser Organismus eine komplexe Organisation von energetischen Strukturen abbildet. Diese Strukturen weisen eine systematische Ordnung auf. Gesundheit entspricht einer solchen Ordnung. Krankheit entsteht, wenn das Fließen der Energien in dieser Ordnung unterbrochen wird. Der Kurs bietet sowohl eine Einführung in das Konzept der Energiefeldtherapie als auch in die Praxis. Dabei werden die TeilnehmerInnen in den Übungen unmittelbar die förderlichen Wirkungen des Aufbaus von energetischen Feldern erspüren können.

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WS 8
Integrale Psychotherapie

 

Wulf Mirko Weinreich

 

Im Referat werden die theoretischen Grundlagen einer Integralen Psychotherapie vorgestellt. Diese versteht sich nicht als eine neue Therapieform, sondern als der Versuch, die verschiedenen vorhandenen Therapiemethoden so zu ordnen, dass sie sich sinnvoll ergänzen. Zuerst werden die wichtigsten Begriffe des Integralen Evolutionsmodells vorgestellt. Ken Wilbers Metamodell dient dabei als eine von verschiedenen Möglichkeiten, unser Wissen über die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins und mögliche Entwicklungsstörungen zu strukturieren und adäquaten Heilungswegen zu begründen. Die Definition psychischer Erkrankungen als Entwicklungsstörungen, wie sie sich aus der Verbindung von Entwicklungspsychologie und Klinischer Psychologie ableiten lässt, führt zu verschiedenen praktischen Konsequenzen für die Psychotherapie. Dazu zählen eine neue Krankheitsklassifikation (Störungsebenen versus Störungsarten), eine umfassende Psychodiagnostik (integrales Psychogramm), eine klare Zuordnung der verschiedenen Therapieformen zu bestimmten Störungen (differentielle Indikation) sowie die Unterteilung der Therapie in verschiedene Phasen (heilende Spirale). Durch die Einbeziehung verschiedener Bewusstseinszustände als eigenständiger Dimension in das Modell wird auch den transpersonalen Aspekten des menschlichen Seins Rechnung getragen.


Im Referat wird das Integrale Evolutionsmodell sowie die abgeleiteten Konsequenzen für die Psychotherapie durch eine Vielzahl von Grafiken optisch veranschaulicht. Eingestreute meditative Übungen sollen dazu dienen, die Theorie auch sinnlich erfahrbar werden zu lassen.

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WS 9
Guided Imagery and Music (GIM):

Imaginative Therapie mit Musik nach Helen Bonny

 

Gina Kästele

 

Die GIM Psychotherapie kann bei Klienten zu spirituellen und transpersonalen Erfahrungen führen. In diesem Workshop wird die GIM Psychotherapie in Theorie und Praxis vorgestellt. In angeleiteten Übungen entdecken die Teilnehmer die besondere Kraft der klassischen Musik als Co-Therapeuten und reisen mit ausgewählten einzelnen Musikstücken in innere Seelenräume. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung wird vorausgesetzt.

Bitte Malutensilien (Block und Pastellkreiden) mitbringen.

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WS 10
Tiefenpsychologie und Achtsamkeit

 

Christiane & Guido Peltzer

 

Lebendigkeit ist eine Frage des Mutes, in der Gestaltung des eigenen Lebens neugierig und offen für Veränderung zu sein. Wir möchten Sie in Achtsamkeitsübungen einführen, die im Sinne von „Alltag als Übung mit der Begrenztheit unseres dualen Denkens konfrontieren. Der dabei entstehende Moment der Stille öffnet für Sinnfragen nach dem Woher und Wohin und führt zu einer nondualen Sicht, die radikale Veränderungen der seelischen und emotionalen Verarbeitung ermöglicht. Dies hilft uns PsychotherapeutInnen uns zu sammeln und zu verankern und uns mit Freude und Kreativität auf existentielle Fragen einzulassen. Spirituelles Wissen gibt uns die Möglichkeit Menschen in spirituellen Krisen zu begleiten.

Durch praktische Übungen, stille Meditation und Gespräch geben wir eine Einführung in die transpersonale Psychotherapie.

Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, Socken, ggf. ein Sitzkissen mit.

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WS 11
Herzqualitäten in der Psychotherapie

 

Peter Findeisen

 

Psychotherapie als Sache des Herzens leben und verstehen. Parallel zum Verständnis des Herzens in der europäischen Kultur, das Kulturwissenschaftler als von Romantik und Aufklärung jüdisch-christlich-islamisch geprägt bezeichnen, können aktuelle Befunde wie die zur Herzkohärenz und Glücksforschung und therapeutische Erfahrungen zu Bindungsstörungen unter dem Aspekt von Herzqualitäten betrachtet werden. Für die Psychotherapie lassen sich daraus Leitgedanken und Grundhaltungen und andererseits bestimmte herzzentrierte Methoden ableiten.

Schwerpunkt des Workshops werden Übungen zu verschiedenen Formen der Liebe, des Herzensraumes oder Herzensblickes und zu therapeutischen Haltungen wie Wohlwollen, Verlässlichkeit u.a. sein, die einer Ressourcenorientierung verpflichtet sind und die gleichzeitig der Gesundung der Hilfesuchenden und der Psychohygiene der Helfer dienen können.

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WS 12
Offener Geist und großes Herz

 

Tom Holmes

 

Dieser Workshop lädt dazu ein, die Verbindung der Ego-State-Arbeit mit der Übung des Zenmeisters Genpo Roshi zu erleben, welche für die Zen-Praxis „Big Mind and die spirituelle Praxis des „Big Heart aufschließen sollen. Diese Methode eignet sich für die Arbeit in Gruppen, um Menschen zu helfen, ihr Bewusstsein über personale Grenzen hinaus zu einem Bewusstsein des offenen, weiten Geistes und großen Herzens zu erweitern. Durch einen Prozess dialogischer Gesprächstherapie kombiniert mit Zen-Buddhismus, wird „Big Mind/ Big Heart erweckt.  Die Teilnehmer sollen eine Idee entwickeln, wie sich dies in ihre Arbeit integrieren lässt.

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WS 13
Herz - Atmophäre - Retreat
Ergebnisse und praktisch leicht verständliche Methoden qualitativer Forschung

Jürgen Bantelmann

 

In diesem Workshop werden die Ergebnisse mehrjähriger qualitativer Studien der Caduceus Klinik vorgestellt. Herzensqualitäten in der psychotherapeutischen Arbeit und Atmosphäre in der Klinik werden als Wirkfaktoren der Therapie herausgearbeitet, analysiert und diskutiert. Das Retreat als psychotherapeutisch modifiziertes Setting wird hinsichtlich seiner Topographie der Erfahrungen und psychotherapeutischen Effekte vorgestellt. Die Forschungsmethodik ist low-budget-bewährt und einfach nachzugestalten. Sie hat sich in der Routineevaluation seit vielen Jahren bewährt. Überdies hat sie als Grounded Theory auch wissenschaftlichen Boden, auf den in diesem Workshop jedoch, abgesehen von Literaturhinweisen, nicht näher eingegangen werden soll. Hier können Sie praktisch orientiert und anwendungsnah erfahren, wie man mit relativ einfachen Mitteln komplexe Therapieerfahrungen und vor allem subtile Qualitäten erfassen und differenzieren kann.

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